Die Paralympics: Aufregende Sportmomente
Was sind eigentlich die Paralympics? Und wieso tut Bewegung uns allen gut?
Stell dir vor: Der Ball liegt ruhig in deiner Hand, aber das Herz rast. Die Welt ringsum verschwimmt, nur der Ball und der Korb zählen. Ein kräftiger Wurf und der Ball zischt durch die Luft. Wenn er dann ins Netz geht, kribbelt es in deinem Bauch.
So müssen sich auch die Spielerinnen und Spieler beim Rollstuhlbasketball bei den letzten Paralympics gefühlt haben.
Was sind die Paralympics?
Die Paralympics oder auch Paralympischen Spiele sind die größten Sportwettkämpfe, an denen Menschen mit Behinderung teilnehmen. Sie finden immer nach den Olympischen Spielen statt. Menschen aus der ganzen Welt zeigen dort, was sie können und erzielen große sportliche Erfolge. Bei den Paralympics gibt es Sportarten wie zum Beispiel Rollstuhlbasketball, Schwimmen, Blindenfußball oder Sitzvolleyball.
Bewegung tut uns allen gut. Jeder von uns hat dabei ganz persönliche Vorlieben und Stärken. Wir alle freuen uns, wenn wir bei einem Wettkampf eine Medaille gewinnen oder unsere persönliche Leistung steigern. Für diesen Moment lohnt es sich zu trainieren. Auch bei den Paralympics schauen viele Menschen zu und staunen: Die Sportlerinnen und Sportler sind schnell, stark und mutig.
Warum heißen die Spiele Paralympics?
„Para“ ist das griechische Wort für „neben“. Die Paralympics finden immer nah an den olympischen Sommer- oder Winterspielen statt. Der Name soll ausdrücken, dass die Spiele nebeneinander laufen und gleichwertig sind.
Seit wann gibt es die Paralympischen Spiele?
Seit 1960 gibt es die Paralympischen Spiele mit Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Art und Schwere der Beeinträchtigung sind ganz unterschiedlich. Manche Athletinnen und Athleten sitzen zum Beispiel im Rollstuhl, haben keine Arme oder sie sind blind. In den Wettkämpfen treten immer Menschen mit ähnlichen Beeinträchtigungen gegeneinander an, damit die Spiele für alle fair sind.
Was ist das Besondere an Sport?
Sport ist vor allem eins – Bewegung. Bewegung hält uns fit – wir stärken dadurch zum Beispiel unsere Muskeln. Dafür müssen wir aber nicht gleich Leistungssport machen. Ganz gleich, ob wir laufen, malen, verdauen, lächeln, mit den Augen rollen oder die Nase rümpfen – über 700 Muskeln im Körper sorgen dafür, dass wir uns bewegen können. Viele dieser Muskeln können wir bewusst steuern und trainieren.
Sport hat aber noch mehr positive Effekte:
- Sport lässt uns die Welt ums uns herum entdecken – beispielsweise, wenn wir den starken Gegenwind beim Rennen wahrnehmen oder wir uns schnell im Kreis drehen und dabei bemerken, wie viel Kraft in der Bewegung steckt.
- Sport verfeinert unsere Bewegungsabläufe – wir lernen zum Beispiel wie wir den Schläger beim Tischtennis für einen scharfen Ball noch besser anschneiden oder wie wir den Anlauf beim Weitsprung noch besser steuern.
- Sport schafft Ausgleich – wir toben, rennen und springen, dabei konzentrieren wir uns nur auf diese Bewegung. Manchmal hilft Sport dabei, Wut, Traurigkeit oder kleine Sorgen für einen Moment zu vergessen.
- Sport verbindet – wir treffen andere Menschen, die ihre Freizeit gern auf dieselbe Weise wie wir verbringen. Teilweise lernen wir dabei sogar Menschen aus der ganzen Welt kennen.