Wiebkes Waage

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Inhalt

Wie kann es sein, dass Kater Berleburg so schwer ist? Die Kinder legen verschiedene Gegenstände und Tiere auf Wiebkes Waage und versuchen diese ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Lernziele

Die Kinder erfahren, in welchem Gewichtsverhältnis bekannte Tiere und Gegenstände stehen. Sie nutzen einfache Zahlenzusammenhänge, damit die Waage ins Gleichgewicht kommt und wenden intuitiv das Hebelgesetz an.

 

Notwendige Vorerfahrungen

Für die Spielmodi mittel und knifflig ist es von Vorteil, wenn die Kinder Grunderfahrungen mit der Addition und Multiplikation haben und sich im Zahlenraum bis 1000 orientieren können.

 

Zugang

Im Browser: www.meine-forscherwelt.de/#waage

Als kostenlose App zum Herunterladen: für iOS / für Android

 

Inhalt und Lernziele

Wie kann es sein, dass Kater Berleburg schwerer ist als Juli? Da hat sich Berleburg wohl einen Trick ausgedacht, vermutet Wiebke. Um der Sache auf den Grund zu gehen, nehmen Juli, Tim und Wiebke ihre selbst gebaute Waage etwas genauer unter die Lupe. Die Kinder unterstützen dabei, indem sie mal leichte Federn, mal schwere Wildschweine auf die Waage legen. Die Aufgabe besteht darin, die Waagschalen so zu befüllen bzw. einzustellen, dass sie im Gleichgewicht sind.

Die Kinder wenden im Lernspiel intuitiv und spielerisch das Hebelgesetz an. Sie erfahren, wie schwer verschiedene Gegenstände und Tiere sind und in welchem Gewichtsverhältnis sie zueinanderstehen.

In den höheren Spielmodi erleben die Kinder durch den direkten Vergleich von Bild und Formel mathematische (Un-)Gleichungen und Terme auf anschauliche Weise und bewegen sich dabei im Zahlenraum bis 1 Milliarde.

 

 

Tipps zur Lernbegleitung

An die Erfahrungen der Kinder anknüpfen

Die meisten Kinder kennen Waagen aus unterschiedlichen Kontexten, etwa von zu Hause oder aus dem Supermarkt. Besprechen Sie gemeinsam: Welche Waagen kennen die Kinder? Was zeigt eine Waage an – und wie? Und worin unterscheiden sich zum Beispiel eine digitale und eine analoge Waage?

 

Praktischer Einstieg

Ist eine Zitrone so schwer wie eine Banane? Wie viele Nüsse wiegen so viel wie eine Banane? Ermuntern Sie die Kinder dazu, das Gewicht unterschiedlicher Dinge miteinander zu vergleichen. Dafür können sie einzelne Finger, ihre Hände oder ihre Sinne nutzen. Was schätzen die Kinder, was schwerer oder gleich schwer ist?

Aus einem Holzbrett und einem breiten, eckigen Stift können sich die Kinder nun eine einfache Waage bauen, um ihre Schätzungen zu überprüfen. Unterstützen Sie sie gegebenenfalls dabei, indem Sie die Mitte des Bretts sowie die Stellen für die zu wiegenden Gegenstände mit einem Punkt markieren. Zu welchem Ergebnis kommen die Kinder?

Das Spiel bedienen

Um die Kinder auf das Thema des Lernspiels einzustimmen, beginnt „Wiebkes Waage“ mit einer kurzen Geschichte. Die Geschichte sowie die Hinweise zur Bedienung im Spiel sind bebildert und eingesprochen.

In allen vier Spielmodi geht es darum, die Waage ins Gleichgewicht zu bringen. Dazu ziehen die Kinder die Gegenstände und Tiere auf leere Waagschalen. Im Modus frei entscheiden die Kinder selbst, was in die Schalen kommt und können so verschiedene Gegenstände und Tiere miteinander vergleichen.

 

Ab der Spielvariante leicht ist ein Ungleichgewicht vorgegeben, das es mit einer Auswahl an Gegenständen und Tieren zu lösen gilt. Die Kinder können deren Anzahl auf der Waage ändern, indem sie diese mehrfach auf die Waagschale ziehen. Darüber hinaus können sie zwei Pfeile nutzen, um die Anzahl zu erhöhen oder zu verringern.

 

In den Modi mittel und knifflig bewegen sich die Kinder in einem höheren Zahlenraum. Auch der Aufbau der Waage wird komplexer. Um die Anzahl in diesen Spielvarianten zu verändern, können die Kinder zusätzlich die Objekte auf der Waage auswählen und so einen Taschenrechner öffnen. Der Taschenrechner zeigt das Gewicht an und unterstützt die Kinder dabei, auch größere Anzahlen einzugeben. Zudem ist die zur jeweiligen Spielsituation passende Gleichung oder Ungleichung unter der Waage zu sehen. Die Kinder können diese antippen bzw. den Mauszeiger darauf platzieren und sich so detaillierte Terme anzeigen lassen. Zudem lässt sich in den höheren Levels die Position der Waagschalen verändern, wodurch die Kinder Gesetzmäßigkeiten von Hebelwirkungen nachvollziehen können.

 

Gemeinsame Reflexion

Regen Sie im Anschluss an das Lernspiel einen Austausch mit den Kindern an: Was war die Aufgabe im Spiel? Wie sind sie vorgegangen? Was fiel den Kindern leicht, was war schwer? Wonach haben sie entschieden, was sie auf die Waage ziehen?

Was haben die Kinder beobachtet, wenn sie die Position der Waagschalen verändert haben? Woher kennen sie so etwas schon? Sprechen Sie an dieser Stelle auch darüber, dass die Gegenstände und Tiere durch das Umhängen nicht schwerer oder leichter, sondern ihre Wirkungen größer oder kleiner werden – wie bei einer Wippe.

 

Vertiefung und Erweiterung

Eine Kleiderbügelwaage bauen

Im Bereich „Ausprobieren“ auf „Meine Forscherwelt“ finden die Kinder eine kurze Anleitung für eine Kleiderbügelwaage. Besprechen Sie nach dem Ausprobieren gemeinsam: Was braucht eine Waage, um zu funktionieren? Was ist passiert, wenn die Kinder die Objekte weiter in die Mitte oder an den Rand geschoben haben? Wie haben sie es geschafft, ihre Waage ins Gleichgewicht zu bekommen? Was hat gut funktioniert, was noch nicht? Wie könnten die Kinder ihre Waage weiter optimieren?

 

Thematisch passende Texte für Kinder

Im Bereich „Wissen“ auf „Meine Forscherwelt“ finden die Kinder thematisch passende, spannende kurze Texte. Die Kinder können hier unter anderem selbst nachlesen, wie ein LKW gewogen wird, was es mit dem Ur-Kilogramm auf sich hat oder wie vor 2000 Jahren gewogen wurde.

 

Praktische Anregungen zum Thema „Zahlen, Zählen, Rechnen“

In der Broschüre „Zahlen, Zählen, Rechnen – Mathematik entdecken“ der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ finden sie spannendes Hintergrundwissen und weitere praktische Ideen zum Thema. Die Kinderkarten zum Entdecken und Forschen erhalten darüber hinaus viele praktische Ideen, denen die Kinder eigenständig nachgehen können.

 

Herausgeber

Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich bundesweit für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dazu bietet sie ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte fortlaufend dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten.

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